Perfect Blue
Exklusive Wiederaufführung im Rahmen der (Dis)Harmonie. Mit freundlicher Unterstützung mit Nippon Connection – Japanisches Filmfestival
Mit Einführung von Florian Höhr (Programmleiter Nippon Connection)
Vorstellung in Japanisch mit deutschen Untertiteln
Der stilprägende Anime-Psycho-Thriller „Perfect Blue“ von Satoshi Kon kehrt in einer aufwendig restaurierten 4K-Fassung zurück ins Kino und zeigt eindrucksvoll, wie mutig, verstörend und künstlerisch anspruchsvoll Anime sein kann. Der Film zählt zu den einflussreichsten Werken des Regisseurs und hat weit über die Anime-Welt hinaus Generationen von Filmschaffenden geprägt.
In „Perfect Blue“ will die junge Mima nach ihrem Ausstieg aus der Popgruppe CHAM! als Schauspielerin durchstarten. Doch der Weg dorthin ist härter als gedacht: Am Set wird sie mit belastenden Szenen konfrontiert – darunter eine drastische Vergewaltigungsdarstellung – und ein gewagtes Fotoshooting soll ihren Imagewandel unterstreichen. Während sich zahlreiche Fans von ihr abwenden und sie sogar Morddrohungen erhält, entdeckt Mima im Internet ein Tagebuch, das scheinbar ihr eigenes Leben dokumentiert – mit Details, die nur sie kennen kann. Zunehmend unter Druck, verfolgt und verunsichert, gerät sie immer tiefer in einen Strudel aus Paranoia, Identitätsverlust und Gewalt. Als auch in ihrem Umfeld mysteriöse Morde geschehen, verschwimmen für Mima bald die Grenzen zwischen Realität und Einbildung immer mehr...
„Perfect Blue“ war Satoshi Kons Regiedebüt, mit dem er den Grundstein für seine späteren, international gefeierten Werke wie „Paprika“, „Millennium Actress“ und „Tokyo Godfathers“ legte. Als einer der ersten Anime-Filme, der psychologischen Suspense in dieser Intensität erzählte, wurde er weltweit auf Festivals gefeiert und gilt seit seinem Kinostart 1998 in Japan als Meilenstein des Genres.
Japan 1997; Regie: Satoshi Kon