Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt
BEST OF… ROSA VON PRAUNHEIM
Retrospektive präsentiert im Rahmen von Cinéma Nostalgica
Am 01.02. mit Einführung von Karola Gramann (Filmkuratorin, Kinothek Asta Nielsen) & Michael Holy (Aktivist der Schwulenbewegung in den 1970er Jahren in Frankfurt; ab 1982 Veröffentlichungen zur Geschichte der Schwulenbewegung nach 1969; Leiter des offenen schwulen Altentreffs "Cafe Karussell" im Switchboard)
Er war Filmemacher, Aktivist und Ikone der Schwulenbewegung: Am 17. Dezember, ist Rosa von Praunheim im Alter von 83 Jahren gestorben. Er war ein kompromissloser Streiter für die Sichtbarkeit schwuler Lebensrealität. Rosa von Praunheims Filme provozierten einen gesellschaftlichen Wandel, der queeres Leben in Deutschland normalisierte. Der Film- und Theaterregisseur drehte in über 50 Jahren künstlerischen Schaffens über 150 Kurz- und Langfilme, bei denen primär queere Sujets im Mittelpunkt stehen. Mit seinem Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" von 1971 wurde er zu einer der ersten und wichtigen Figuren der politischen Lesben- und Schwulenbewegung. Wir huldigen dem Künstler mit einer Werkschau im Rahmen unserer „Best Of…“-Filmreihe.
Daniel, ein junger Mann aus der Provinz, kommt nach Berlin und trifft dort zufällig Clemens. Beide erleben die große Liebe. Sie ziehen zusammen und versuchen, die bürgerliche Ehe zu kopieren. Doch nach vier Monaten endet das große Glück. Daniel hat inzwischen einen älteren, reichen Mann kennengelernt und zieht zu ihm in dessen Villa. Als dieser ihn betrügt, löst sich Daniel von der Beziehung und taucht in die Schwulenszene der Großstadt ein.
Deutschland 1971; Regie: Rosa von Praunheim