FILMGESPRÄCH: Das Ende des Schweigens

In Anwesenheit von Regisseur van-Tien Hoang und Stadthistoriker Christian Setzepfandt.

Im Rahmen der Aktionstage zu "Akzeptanz und Vielfalt in Frankfurt" präsentiert die SWITCHkultur diesen halbdokumentarischen Film mit anschließendem Filmgespräch.

Als der 17jährige Strichjunge Otto Blankenstein im Sommer 1950 von der Polizei in Frankfurt am Main aufgegriffen wird, finden sie bei ihm ein Notizbuch mit den Namen seiner Kunden. In den darauffolgenden zehn Monaten wird gegen mehr als 200 homosexuelle und bisexuelle Männer ermittelt, rund 100 werden verhaftet, quer durch alle Schichten, vom Arbeiter bis zum Arzt. Blankenstein entfacht damit eine der größten Verfolgungen einer Minderheit in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951 stürzen hunderte Männer ins Unglück. Sie tragen dazu bei, daß der Paragraph 175 in den Jahrzehnten danach wieder als Instrument zur Verfolgung Homosexueller eingesetzt wird. (Quelle: Verleih)

Deutschland 2020; Regie: van-Tien Hoang

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Ab 12 Jahren  |  75 Minuten