Vom 29. September bis 8. Oktober 2022 findet das Festival Politik im Freien Theater, kurz PiFT genannt, an fast 50 Orten in ganz Frankfurt statt. Das Festival untersucht den Machtbegriff in der Doppeldeutigkeit: Macht als Ausdruck von Handlungsräumen genauso wie die Aufforderung des Imperativs etwas zu tun. Behandelt werden positive wie negative Dimensionen von ökonomischer, ökologischer, politischer und sozialer Macht. Das Programm bietet neben vielfältigen Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Handlungs- und Wirkungsmacht über Kultur- und Bildungsformate auch viele Veranstaltungen an, die zum Mitmachen einladen. Die Filmreihe De-Archivierung der Macht findet vom 04. bis zum 09. September im Cinéma statt. Der Eintritt ist frei, doch das Kontingent begrenzt. Karten können an den Kassen im Cinéma täglich ab 15:00 Uhr abgeholt werden. Weitere Infos zum Festival finden Sie hier:  Politik im Freien Theater


Esmas Geheimnis – Grbavica

Österreich, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Kroatien 2006 | Regie: Jasmila Žbanić | 96 Min. | deutsch

In ihrem Debütfilm erzählt die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić anhand eines Mutter-Tochter-Konflikts von den Wunden, die auch Jahre nach dem Ende der traumatischen Kriegsvergangenheit nicht verheilt sind. Der bei der Berlinale 2006 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Film greift als erster Spielfilm das schwierige Thema der Massenvergewaltigungen in Kriegszeiten auf.

Die kostelosen Tickets für Dienstag, 4. Oktober um 18:00 Uhr gibt es nur und ab sofort an der Kasse im Cinéma

Family Meals

Kroatien 2012 | Regie: Dana Budisavljević | 49 Min. | kroatisch mit englischen Untertiteln

Als ihre Familie anlässlich einer Feier seit Jahren erstmals wieder zusammentrifft, nutzt Dana Budisavljević die Mahlzeiten, um in wechselnden Konstellationen schmerzhafte Familienbeziehungen und -traumata anzusprechen und aufzuarbeiten, wie zum Beispiel das Gefühl, als junge Frau von ihrer Familie wegen ihrer Homosexualität nicht angenommen worden zu sein. Erfüllt von dem Wunsch nach einem ehrlicheren Familienleben verdeutlicht "Family Meals" einfühlsam, wie das Ritual des gemeinsamen Essens die Bereitschaft, einander zu verstehen, fördern kann.

Die kostenlosen Tickets für Mittwoch, 5. Oktober um 18:00 Uhr gibt es nur und ab sofort an der Kasse im Cinéma

Die andere Seite von allem – Eine politische Geistergeschichte

Serbien, Frankreich, Katar 2017 | Regie: Mila Turajlić | 100 Min. | serbisch mit deutschen Untertiteln

Anhand der Geschichte einer enteigneten und in mehrere Parzellen aufgeteilten Wohnung im Herzen von Belgrad – der Wohnung, in der die serbische Regisseurin Mila Turajlić geboren wurde – erzählt der Film "Die andere Seite von allem" die bewegende Geschichte eines Landes und seiner Gesellschaft im Kampf gegen Nationalismus und für Demokratie. In der Auseinandersetzung mit ihrer politisch sehr engagierten Mutter geht Turajlić zugleich der Frage nach, wie man richtig lebt und welche Verantwortung jede Generation in Bezug auf die Zukunft trägt. Der Film wurde vom Magazin The New Yorker als einer der besten Filme des Jahres 2018 ausgewählt.

Die kostenlosen Tickets für Donnerstag, 6. Oktober um 18:00 Uhr gibt es nur und ab sofort an der Kasse im Cinéma

Das Tagebuch der Diana Budisavljević

Kroatien, Slowenien, Serbien 2019 | Regie: Dana Budisavljević | 88 Min. | kroatisch mit deutschen Untertiteln

Mitmenschlichkeit und Mut in Zeiten der Barbarei: Während des Zweiten Weltkriegs nutzte Diana Budisavljević, eine in Zagreb lebende, mit einem serbisch-orthodoxen Arzt verheiratete Frau, ihre Privilegien als wohlhabende Österreicherin. Mit nur wenigen Mitstreiter:innen befreite sie mehrere tausend serbisch-orthodoxe Kinder aus faschistischen Lagern und rettete sie vor dem sicheren Tod. Behutsam inszeniert die Regisseurin Dana Budisavljević die Geschichte dieser unerschrockenen, stillen Heldin, mit der sie entfernt verwandt ist. Sie lässt die Kinder von damals zu Wort kommen und ruft eine grausame, weitgehend vergessene Geschichte in Erinnerung.

Die kostenlosen Tickets für Freitag, 7. Oktober um 18:00 Uhr gibt es nur und ab sofort an der Kasse im Cinéma

Cinema Komunisto

Serbien 2010 | Regie: Mila Turajlić | 100 Min. | serbisch mit englischen Untertiteln

Die ebenso unterhaltsame wie informative Dokumentation nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte der Filmindustrie unter Josip Broz Tito und damit zugleich durch die Geschichte Jugoslawiens. Mittels zahlreicher Ausschnitte aus vergessenen Filmen, nie gezeigtem Archivmaterial, Aufnahmen mit westlichen Stars und Interviews mit Regisseuren und Produzenten zeigt der Film, wie der kinobegeisterte Präsident seinem Land nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Identität zu geben versuchte – und wie Mythos und Wirklichkeit mehr und mehr auseinanderdrifteten, bis das System letztlich kollabierte.

Die kostenlosen Tickets für Samstag, 8. Oktober um 18:00 Uhr gibt es nur und ab sofort an der Kasse im Cinéma

Quo vadis, Aida?

Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Norwegen, Rumänien, Polen, Bosnien und Herzegowina 2020 | Regie: Jasmila Žbanić | 104 Min. | bosnisch mit deutschen Untertiteln

Aida ist bosnische Übersetzerin für die UN in Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Bei den Verhandlungen als Dolmetscherin eingesetzt, versucht Aida verzweifelt herauszufinden, wie sie ihre Familie und Mitbürger:innen retten könnte. Der Film über das Massaker an 8000 muslimischen Bosniern, das im Juli 1995 unter den Augen der niederländischen Blauhelme stattfand, macht einen von Männern geführten Krieg aus Sicht einer Frau erlebbar. "Quo vadis, Aida?" wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Europäischen Filmpreis für den besten europäischen Film 2021.

Die kostenlosen Tickets für Sonntag, 9. Oktober um 18:00 Uhr gibt es nur und ab sofort an der Kasse im Cinéma